Verein Heesfelder Mühle e.V.


Der Verein Heesfelder Mühle e.V. wurde 1989 mit dem Ziel gegründet die vorhandenen historischen Gebäude der Mühle als Eigentum zu übernehmen, sie zu restaurieren und einen Ort zu schaffen, welcher sowohl als wunderbarer Kultur- als auch als schützenswerter Naturraum dienen kann. Der Verein ist nun seit über 30 Jahren im Naturschutz und  in der Kulturlandschaftspflege aktiv. Viele Konzepte, welche damals ausgearbeitet wurden, beispielsweise um die Acker- und Grünflächen rund um das Vereinsgelände  wieder in eine extensive Nutzung zurück zu führen,  tragen heute Früchte.

Die Hauptaufgaben des Vereins liegen im Naturschutz und im Denkmalschutz, welches sich beispielsweise an Projekten wie der Renaturierung von Teichanlagen, der Anlage und Pflege von Streuobstwiesen oder den Tätigkeiten in der extensiven Landwirtschaft zeigt. Zum Denkmalschutz gehören beispielsweise Restaurierungsarbeiten, zum Schutz der historischen Gebäude. Dies alles sind wichtige Bestandteile der Vereinsarbeit. 

 

Der Heesfelder Mühle e.V. zählt heute circa 20 Mitglieder. Erster Vorsitzender des Heesfelder Mühle e.V. ist Hans-Jürgen Badziura, die Geschäftsführung hat Klaus Brunsmeier übernommen.


Gerhard Bremicker, Dipl.-Kfm.

Gründungsvorsitzender des Vereins Heesfelder Mühle e. V. zum Thema "Naturschutz und Landwirtschaft" im Jahre 1988:

 

"Arbeiten wie Biotoppflege durch Landwirtschaft bei gleichbleibender Integration extensiv zu nutzender Grünlandflächen in leistungsfähigen Betrieben des ökologischen Landbaus sind wesentliche Anliegen unseres praktischen Naturschutzes. Dazu ist gezielte Öffentlichkeitsarbeit zur Akzeptanz bei Landwirten, Naturschützern und Verbrauchern notwendig, ergänzt durch eine Unterstützung bei der Vermarktung von umweltfreundlichen Produkten. 

 

Langfristig müssen auch die Preise dieser Waren für den Verbraucher noch attraktiver und mehr Qualitätsverständnis für diese gesünderen Waren geweckt werden. Nur so kann das Bauernhofsterben im Sauerland beendet werden und eine naturnahe vielgestaltige Kulturlandschaft erhalten bleiben."

Streuobstwiesen

Die Verluste von selten gewordenen alten Obstbäumen und ganzen Obststandorten durch Baugebietsausweisungen, Stürme und Vergreisung sind nur mit großen Anstrengungen zu kompensieren.

Die Tier- und Pflanzenwelt ist auf die Vielfalt in Streuobstwiesen in besonderem Maße angewiesen. Über 3.000 verschiedene Arten können in alten Obstwiesen gefunden werden




Denkmalschutz

In Eigenleistung erbauten Halveraner Bauern im Jahre 1782 für ihre Kinder eine kleine ca. 20 mal 22 Fuß große Dorfschule an der Heesfelder Mühle. Ein Klassenraum mit Ziegenstall, Wohnküche im ersten Obergeschoss und eine Schlafkammer im Dachgeschoss dienten einem Lehrer als Wirkungsstätte. Dies zeigt eine gewissenhaft erstellte Chronik der Schule, die bis zum heutigen Tag in der Lindenhofschule in Halver geführt wird.