Streuobstwiesen


Die Verluste von selten gewordenen alten Obstbäumen und ganzen Obststandorten durch Baugebietsausweisungen, Stürme und Vergreisung sind nur mit großen Anstrengungen zu kompensieren.

Die Tier- und Pflanzenwelt ist auf die Vielfalt in Streuobstwiesen in besonderem Maße angewiesen. Über 3.000 verschiedene Arten können in alten Obstwiesen gefunden werden.

 

Die Vogelwelt sammelt hier ganzjährig Insekten und Früchte oder baut Nester. Selten gewordene Schmetterlinge erfreuen die Besucher und schon von weitem erkennt auch der Laie Obstwiesen, wenn sie im Frühling blühen und im Herbst ihre Früchte tragen.

Die oft schon in Vergessenheit geratenen alten Apfelsorten überraschen viele Beteiligte durch die aromatischen Früchte, die von den wenigen pflegeleichten Plantagenfruchtsorten aus den Geschäften gedrängt wurden. Von der Qualität der Apfelernte kann sich der Interessierte durch eine Kostprobe des heimischen aromatischen Direktapfelsaftes überzeugen, der aus der Apfelsammlung an der Heesfelder Mühle gepresst und auch hier verkauft wird.

 

Das Zentrum für Naturschutz u. Kulturlandschaftspflege hat in den letzten Jahren unzählige hochstämmige Obstbäume an Besitzer von Obstwiesen oder Obstgärten vermittelt, um den Rückgang der sortenreichen, traditionellen Streuobstwiesen aufzuhalten.

Die jungen Obstbäume, die in den vergangenen Jahren gepflanzt wurden, brauchen in den ersten Jahren regelmäßig einen Erziehungsschnitt.

Daher bietet der Verein Heesfelder Mühle e.V. aufgrund der häufigen Nachfragen den vielen Teilnehmern an den Mitmach- Pflanzaktionen und der geförderten Obstwiesennachpflanzungen mit alten Streuobstsorten sowie allen Interessierten immer wieder Sommerschnittkurse für hochstämmige Jungbäume an. 

 

Eigentümer oder Pächter von Streuobstwiesen (oder solche die es werden wollen) können sich melden, wenn sie Beratung für eine Neuanlage oder Verjüngung ihrer Obstwiese benötigen und möglicherweise an dem Förderprogramm im Bereich des Regierungsbezirkes Arnsberg teilnehmen möchten.

Hinweise für die Anlage und Pflege von Obstwiesen erhalten Sie durch eine fachkundige Beratung. 

 

Bitte wenden Sie sich an Frau Gabriele Brunsmeier:

Tel.: 02353 - 13 78 43

Fax: 02353 - 66 65 59

 

Über das gültige Obstwiesen-förderprogramm und wie Sie daran teilnehmen können, die richtige Standort – und Sortenwahl für die heimischen Obstbäume, sowie Fragen der richtigen Pflege und des Schutzes von Streuobstwiesen informieren wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch. 

 

Es wurden Förderprogramme durch die Landesregierung und EU zur Wiederbegründung und Erhalt von hochstämmigen Streuobstwiesen aufgelegt. Das Land und die Bezirksregierung fördern auch Schnittpflege zur Wiederherstellung alter Obstwiesen. Interessierte Eigentümer und Pächter geeigneter Wiesen (mind. 1.500qm) können sich an den Verein Heesfelder Mühle wenden, um mehr darüber zu erfahren.